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Sonntag | 05. September 2010
Chronik
Sonntag, 22. März 2009 um 17:26

Die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Meppen

 1526Beschaffung von Ledereimern und einer Vorrichtung zum Aufängen derselben am Rathaus.
Gefüllt wurden sie an Brunnen, mit Pumpen oder aus Fässern. 
 12. Mai 1738Ankauf einer Spritze für 87 Reichstaler.
(Die Spritze ist eine in drei Teile zerlegbare, kupferne Schlangenpumpe)
 Dezember 1752Erste offizielle Brandschau, u. a. durch den Bürgermeister und den Probst, in Meppen. 
 28. April 1755Der erste Kaminfeger wird in Meppen eingestellt. 
 15. April 1768Durch den Fürstbischof Maximilian Friedrich wird eine staatliche Brandversicherungsgesellschaft mit einem Versicherungszwang für alle Gebäude eingerichtet.
 April 1769

Einrichtung einer Pflichtfeuerwehr und Erstellung einer Brandordnung:
- Verteilung der angeschafften Noteimer (Löscheimer) an einige Bürger durch den Rat.
- Unterbringung der "Brandgeräte" im Pumpenhaus in der Burg.
- Anschaffung von:
  drei Spritzen und den dazugehörigen ledernen Schlangen
  37 Eimern
  fünf Haken
  drei Brandleitern
- Die Führer der drei aus jeweils zehn Mann bestehenden Spritzenmannschaften wurden Brandmeister genannt.
- Belohnt wurde die Mannschaft mit "1 Tonne Bier". Als Anreiz gab es für die erste Pumpe 1 Reichstaler, für die zweite 
  Pumpe 1/2 Reichstaler
- Der Lohn wurde geteilt
- Die Männer der Mannschaft 1 wohnten in der Gymnasialstraße, am Domhof und in der Kirchstraße.

 26. März 1784Anschaffung von drei Laternen zur Ausleuchtung der Einsatzstellen. Für sie mussten immer frische Kerzen vorhanden sein.
 03. Januar 1795Erste Feuerordnung für die Stadt Meppen. Sie bestand aus elf Abschnitten
 1811

Der Stadtrat wird durch die französische Besatzungsmacht beauftragt, den Bestand sowie den Zustand der Löschgeräte zu überprüfen
Ergebnis:
- drei Spritzen
- 60 Noteimer
- zwei Leitern
- sieben Haken

 19. Dezember 1816

Anschaffung von:
- einer neuen Spritze
- 12 Brandeimern
- 12 Feuerhaken
- acht Leitern
- einer kleinen Handspritze
- acht Laternen
Außerdem musste jeder Bürger auf eigene Kosten einen Feuereimer beschaffen.
Damals hatten die Spritzen noch keine Räder, sie mussten auf Wagen transportiert werden.

 seit 1830Einführung von zwei "Feuerschauern", die Brandschauen durchführten.
 20. September 1884Feuersbrunst in der Meppener Altstadt am Markt - acht Häuser wurden Opfer der Flammen
 01. Mai 188580 Männer versammeln sich im Meppener Rathaus, um die Freiwillige Feuerwehr Meppen zu Gründen; nachdem sich eine Anzeige in den Zeitungen der Stadt für eine Gründung einsetzte.
 26. August 1886Nachdem in den Vormonaten eine Satzung ausgearbeitet und von der Regierung in Osnabrück genehmigt wurde, verplichten sich 60 Männer zur Mitgliedschaft.
Es wird ein 1. Trompeter und ein 1. Trommler eingeführt.
 13. September 188615 weitere Männer treten der Freiwilligen Feuerwehr bei.
 26. September 18861. Generalversammlung
Carl Eichler wird zum Obersten Feuerwehrhauptmann gewählt.
Die zwei Kompaniechefs (Hauptleute) werden seine Stellvertreter.
Die Pflichtfeuerwehr besteht weiterhin.
 April 1887Das Hotel "Warren" wird das Vereislokal.
Übungstag war jeder dritte Sonntag im Monat.
 1888Gründung des Musikkorps der Freiwilligen Feuerwehr Meppen.
 17. Januar 1892Bildung einer Sanitätskolonne.
 ca. 1899Meppen wird "Vorort" (Sitz) des neu geschaffenen Ems - Hase - Vechte - Feuerwehrverbandes.
 08. Juni 1902

Der dritte Verbandstag diese Verbandes findet in Meppen Esterfeld statt.
Anwesende Feuerwehren: Meppen, Haren, Haselünne, Lingen, Emsbüren, Slazbergen, Werlte sowie Delegierte aus 
                                    Osnabrück
Auf dieser Veranstaltung wurde neben einer neuen Saug- und Druckspritze und einer neuen 14m Magirus - Leiter (für 1200 Reichsmark) auch das von der Stadt zur Verfügung gestellt Spritzenhaus am Püntkers Patt erstmals vorgestellt.

 1902Anschaffung von Abzeichen für die Hauptleute und Wehrmänner (Kosten: 73 Mark).
 1904 / 1906In dieser Zeit sind folgende Trupps zum Löschen und Retten bereit:
- die Mannschaften des Kruppschen Schießplatzes
- die Mannschaft der Eisenbahner
- die Schüler des Gymnasiums
- die Freiwillige Feuerwehr
- die Pflichtfeuerwehr nach dem Gesetz von 1904
 23. Oktober 1910Neben der Pflicht- und Freiwilligen Feuerwehr wurde durch H. Kevelaer mit folgender Begründung eine Privatfeuerwehr gegründet: "die Feuerwehr liegt arg danieder und eine Aussicht auf Besserung ist vorläufig nicht einzusehen." Sie hoffen deshalb durch die Gründung auf eine Besserung und haben es "sich zur Pflicht gemacht, sich durch militärische Disziplin soweit auszubilden, dass sie bei Bränden sowie auch bei Unglücksfällen ... schnell und in zweckmäßiger Weise Hülfe leisten" können.
Die private Feuerwehr geht dann aber nach einem ausgehandelten Kompromiss am 12. Februar 1911 in der Freiwilligen Feuerwehr Meppen auf.
 191125 Jahre Freiwillige Feuerwehr Meppen
Die Hauptleute seit 1886 sind: Carl Eichler, Franz Kirchhoff, Dr. Kaulen, Aug. Többe, L. Ruhrmann, H. Fröhlich, H. Mersmeyer, H. Kevelaer bis 1939
 August 1912

Die Freiwillige Feuerwehr hat:
- 96 Mitglieder
- drei Spritzen
- eine Magirus - Leiter
- einen "Rettungswagen"

 1914 - 1918Die Arbeit der Feuerwehr wurde durch den Krieg weitgehend erschwert, sie war aber stets in voller Einsatzbereitschaft.
 11. März 1917Generalversammlung im Gesellenhaus:
Sechs Mitglieder werden wegen Interessenlosigkeit entlassen; drei gehen freiwillig.
Die Stärke beträgt 40 Mann, da 29 Männer Soldaten sind werden sie durch Schüler der landwirtschaftlichen Winterschule aufgestockt.
Die Pflichtfeuerwehr wird nun gar nicht mehr erwähnt.
 1926Errichtung eines Schlauchtrockenturms durch die Stadt.
 1933Anschaffung der ersten Motorpumpe (Tragkraftspritze TS4).
Einführung der Schläuche nach Norm. 
 1935Anschaffung neuer, funktionsgerechter, persönlicher Ausrüstung für die gesamte Wehr.
Bildung des Löschverbandes mit den Gemeinden: Meppen, Vormeppen, Borken und Schwefingen. In den folgenden Jahren kamen noch die Gemeinden Rühle, Kl. und Gr. Fullen, Versen, Hemsen, Holthausen, Hüntel, Bokeloh, Helte und Teglingen dazu.
 1938Anschaffung des ersten Fahrzeuges der Marke "Miele" - mit Vorbaupumpe, Staffelbesatzung und besagter TS sowie feuerwehrtechnischer Beladung.
 1939Stadtbrandmeister: Hermann Bartels
Einführung der Schülerfeuerwehr 
 1942Indienststellung eines LF 15, hauptsächlich durch die Unterstützung von Herzog Arenberg und der Fa. Krupp (Kosten: 21.000 Mark) 
 1944 - 1945Einführung einer Frauenriege
 1945

Rettung vor dem Verlust der Feuerwehrfahrzeuge durch einige beherzte Feuerwehrmänner, indem sie diese im Wald und bei einem Bauern unter dem Heu verbargen.

Kuriosium nach den Kriegswirren:
Die britische Militärregierung ordnet die Einrichtung einer Berufsfeuerwehr an (wahrscheinlich weil die Briten in ihrer Heimat keine andere Form der Feuerwehr als die der BF kannten).
Die kleine Mannschaft der hauptberuflichen Feuerwehr wurde in der alten Jugendherberge am Püntkers Patt untergebracht.
Mit der BF begann auch der erste organisierte Krankentransport durch die Berufsfeuerwehr, in dem ihr zwangsweise zwei private Krankenwagen "übereignet" wurden.
Doch auf Grund der enormen Kosten für die Stadt gab es die BF - Meppen nur für kurze Zeit.
Der Krankentrasport wurde aber noch über 13 Jahre bis zum Jahr 1958 beibehalten und ging dann auf das DRK über.
Brandmeister: Viktor Rhode

 1947Durchführung des dringend notwendigen Umbaus des Feuerwehrhauses  
 1948Brandmeister: Wilhelm Marschand 
 September 1949Franz Hornung sen. wird zum Leiter der Feuerwehr gewählt
 März 1950Franz Hornung wird durch den Stadtrat zum Stadtbrandmeister ernannt und bleibt bis zum 36. Dienstjahr durch Wiederwahl in diesem Amt.
 1954Ein altes Löschfahrzeug wird in Eigenbau zu einem Tanklöschfahrzeug umgebaut.
 1960Beschaffung eines neuen LF 8 TS (Opel Blitz).
Anschaffung eines neuen TLF 16 T nach einem Unfall des alten Eigenbau - TLF.
 1962Anschaffung eines LF 16
 1968Anschaffung eines ELW, Ölschadenanhängers und eines Motorschlauchbootes auf einem Anhänger.
 1970 / 1971Anschaffung eines TSF
Umbau des LF 8 zum GW
 Oktober 1971Einzug in das neue Feuerwehrhaus - An der Feuerwache 1. Es beherbergt auch die FTZ Meppen. 
 1973Ein zweites TLF 16 wird angeschafft.
 1974Auflösung des Feuerlöschverbandes auf Grund der Gebietsreform (Eingemeindung).
Anschaffung einer Drehleiter DLK - 30.
Aufstellung einer Jugendfeuerwehr.
 1975Einführung der Funkalarmierung.
 1977Anschaffung eines neuen TLF 16; das alte TLF 16 T geht als Geschenk nach Peru.
 1978Anschaffung eines neuen ELW.
Aufstellung einer Tauchergruppe.
 1979Ausschließlich nur noch "stille" Alarmierung.
Anschaffung eines neuen GW. 
 1980Ersatzbeschaffung des LF 16.
 1985Indienststellung des GW für Atemschutz und Wasserrettung. Die Beschaffung wurde durch den Landkreis durchgeführt.
Bestückung und Betreuung durch die Freiwillige Feuerwehr Meppen.
Indienststellung eines neuen TSF.
 Januar 1988Fritz Völker wird zum Stadtbrandmeister gewählt.
 01. Oktober 1999Nach der Genehmigung durch den Kreisbrandmeister Rudi Holt wird der 3. Zug aufgestellt.